40 Jahre Ashoka
Der Weg einer lernenden Organisation.

Glueckskeks mit Spruch

Autor*in: Laura Haverkamp

Bild: Elena Koycheva / Unsplash

40 Jahre Ashoka
Der Weg einer lernenden Organisation.

1980 gründete Bill Drayton Ashoka – Innovators for the Public. Seitdem ist Ashoka zu einem globalen Netzwerk gewachsen. In mehr als 90 Ländern spüren wir soziale Innovationen und die Pioniere hinter ihnen auf, begleiten sie, bauen um sie herum stärkende Netzwerke und lernen mit ihnen. Der NGO Advisor wählte Ashoka 2020 wiederholt unter die Top 15 der Top 500 NGOs weltweit (Platz #13).

WIRKSAM SEIN IN EINER WELT DES WANDELS

Wir sehen, wie sich die Welt um uns herum verändert, wie sie immer vernetzter und von schnellem Wandel geprägt ist. Viele Prinzipien, die uns lange getragen haben als Gesellschaft, gelten heute nicht mehr: Aus einer Welt der Arbeitsteilung und der vorgezeichneten Wege wird eine, in der wir uns immer wieder anpassen und wandeln müssen, um uns nicht nur zurecht zu finden, sondern die Chance zu haben mitzugestalten.

Von Sozialunternehmer*innen weltweit haben wir gelernt, dass einige Fähigkeiten erfolgreiche Gestalter*innen unseres Miteinanders auszeichnen: Empathie – also die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen und mit ihnen zu fühlen. Die Fähigkeit, in unterschiedlichen Teams erfolgreich zusammen zu arbeiten und einen systemischen Blick zu haben. Und nicht zuletzt das Selbstvertrauen zu haben, Veränderungen bewirken zu können. Wir nennen sie: Die Fähigkeiten von Changemakern. Und sind überzeugt: Sie sind essenziell in unserer heutigen Welt.

Gespräche mit Sozialunternehmer*innen weltweit zeigen, dass diese ihren Weg als Changemaker oft schon früh in Kindheit und Jugend begonnen haben. Daher bemühen sich Fellows wie auch Ashoka-Teams weltweit verstärkt Antworten auf die Frage zu finden, wie möglichst viele junge Menschen früh ihr Potenzial als Changemaker entdecken und entfalten können – beispielsweise durch Auswahl und Begleitung von Ashoka Young Changemakern. Und auch das Verändern will gelernt sein, weshalb der Fokus auf die Organisation von Veränderungsprozessen für Ashoka an Bedeutung gewinnt – unter der Überschrift »Organizing for Changemaking«.

WARUM STARKE GESELLSCHAFTEN MEHR CHANGEMAKER BRAUCHEN

Wir leben in einer Welt, in der – theoretisch – jede*r imstande sein könnte, sich durch neue Kommunikationswege und Möglichkeiten zu vernetzen und andere zu mobilisieren. Unsere Aufgabe sehen wir darin, immer mehr Menschen zu ermöglichen, es auch zu sein. Sind wir darin erfolgreich, beugen wir Ungleichheiten vor und stärken eine widerstandsfähige Gesellschaft – auf dem Weg zu einer nachhaltigen, fairen und menschlichen Welt, in der jede*r positiven Wandel mitgestalten kann.

Das ist es, was wir unter der Vision »Everyone a Changemaker« verstehen.

Wie wir als Team in Deutschland diese Vision mit Leben füllen, wie wir Ashoka Fellows finden, begleiten und um sie herum starke Netzwerke aufbauen und warum wir an der Entstehung eines Ökosystems mitwirken, in dem systemische Veränderungen einfacher werden – all das und mehr in unserem Wirkungsbericht.